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Selbstreflektion und Lernprozess: Wie man Metakognitive Fähigkeiten fördert, um bei der Arbeit erfolgreicher zu sein.

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Stell dir vor, wie weit du kommen kannst, wenn du immer die gleichen Fehler machst (nicht nur bei der Arbeit, sondern auch in der Familie und im sozialen oder persönlichen Leben). Stell dir nun vor, dass du es endlich schaffst, diese Muster zu erkennen und rechtzeitig zu lernen, den Verlauf deiner Handlungen zu ändern. Hier kann dir das Training deiner metakognitiven Fähigkeiten viele Vorteile und Befriedigungen in deiner Arbeit und auf persönlicher Ebene bringen.

Metakognition ist jene Funktion, die es uns ermöglicht, uns auf die Durchführung einer Aufgabe vorzubereiten, während des Prozesses zu erkennen, ob die Dinge gut laufen, und im Nachhinein zu rekapitulieren, wie wir vorgegangen sind, um unsere Handlungen in Zukunft fortzusetzen oder zu ändern. Es ist wichtig, diesen Lernprozess immer wieder zu verfeinern.

Mit anderen Worten: Du kannst durch die richtigen Lernstrategien an deinen metakognitiven Fähigkeiten arbeiten, um bei der Arbeit oder auch im Privatleben ein neues Mindset zu bekommen, das dir mehr Bewusstsein, Zufriedenheit und letztlich Wohlbefinden bringt.

Metakognitives Denken und seine Implikationen

1) Plan -> das Vorher

Frag dich zB. was du tun mußt, was das Ziel dieser Aufgabe ist, was ist zB die Erwartung meines Chefs und zu welchem Zweck tue ich das. Setz dir ein konkretes Ziel mit einen möglichst konkreten Plan. Denk daran, dass gerade am Anfang das Erstellen eines Plans entscheidend ist, damit du lernst, mit diesem Mindset in die Zukunft zu denken.

2) Bewerte kontinuierlich deine Handlungen

Die meisten Wiederholungsfehler, die wir machen, sind darauf zurückzuführen, dass wir die laufenden Vorgänge nicht hinterfragen und überprüfen, ob wir die Dinge richtig machen und ob wir unseren ursprünglichen Plan und damit unsere Aktionen besser ändern sollten oder nicht. Die Idee ist, nicht bis zum Ende zu warten, um zu bewerten, ob die Dinge so gelaufen sind, wie wir dachten, und ob unsere Aktionen, Pläne und Entscheidungen richtig waren. Die Idee ist, unsere Leistung in Echtzeit zu kontrollieren, mit den Indikatoren, die wir im Moment haben.

3) Auswerten, richtig interpretieren und reflektieren -> das Nach

Nicht richtig zu bewerten und zu interpretieren führt zu vielen Fehleinschätzungen. Wir neigen oft dazu, zu oberflächlich zu bewerten. Wir haben auch die Tendenz, die Indikatoren zu ignorieren, die die Schlussfolgerungen unterstützen, die wir nicht hören wollen. Hier ist es notwendig, eine Art emotionale Distanz zu unserem Selbst zu üben – das nur Lob hören will. Wir müssen zum Beispiel kritisch sein und wissen, wie man bewertet, was mein Chef wirklich gesagt hat, welches Gesicht mein Chef oder meine Kollegen gemacht haben, als ich die Arbeit präsentiert habe. Wenn wir nicht gut evaluieren, erhalten wir keine wirklichen Informationen darüber, ob das, was wir tun, funktioniert oder nicht. Und das ist entscheidend, um es gegebenenfalls zu ändern. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist es, zu lernen, das Gelernte zu interpretieren um es auf andere Bereiche anwenden oder extrapolieren zu können, d.h. die Punkte zu verbinden und strategisch zu denken (z.B. was ich in diesem Projekt gelernt habe, könnte mir auch helfen, diesen oder jenen Prozess zu verbessern). Und schließlich führt das Reflektieren – um Erklärungen, Lösungen und Möglichkeiten zu finden – zur Entwicklung von Kreativität und divergentem Denken.

Metakognitives Denken ist wie mit einer guten Agenda zu arbeiten.

Metakognitives Denken fördert nicht nur die Analysefähigkeit, es ist auch in der Lage, neben weiteren interessanten Prozessen, den des kreativen Denkens zu fördern. Deshalb können wir sie nicht als einen Begrenzer der Kreativität verstehen. Im Gegenteil, sie ist wie eine Agenda, die dir hilft, dich zu organisieren. Und sie gibt dir paradoxerweise durch dieselbe Organisation die Möglichkeit und den Raum, Deine Kreativität zu entfalten. Auf diese Weise kann das Fördern des metakognitiven Denkens dieses Gleichgewicht in dein Leben bringen.


Zohar A., Dori Y. J., editors. Metakognition im naturwissenschaftlichen Unterricht: Trends in der aktuellen Forschung. New York: Springer Science+Business Media B.V; 2012. S. 79-99.

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